Prinzipiell muss keine Abfindung gezahlt werden. Allerdings gibt es bestimmte Voraussetzungen, die es ermöglichen, dass der Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung erhält.

 

Ist es so, dass der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt, so hat der Arbeitnehmer die Chance, zwischen Abfindung und Kündigungsschutzklage zu wählen. Die Höhe der Abfindung liegt dann bei 0,5 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr. Allerdings gibt es für diesen Abfindungsanspruch auch ein paar Bedingungen. Der Arbeitgeber muss im Kündigungsschreiben eindeutig darauf hinweisen, dass es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelt und der Arbeitnehmer eine Abfindung in Anspruch nehmen kann, wenn dieser die Frist auf Kündigungsschutzklage vorübergehen lässt (§ 1 a KSchG).

 

Der Anspruch auf Kündigung besteht aber auch dann, wenn der Arbeitnehmer eine Kündigungsschutzklage erhebt und daraufhin vom Gericht festgestellt wird, dass es sich um eine sozial ungerechtfertigte Kündigung handelt, das Arbeitsverhältnis aber trotzdem wegen Unzumutbarkeit aufgelöst wird.

 

Der Anspruch auf eine Abfindung im Fall einer Entlassung kann aber auch auf einen Tarifvertrag, einen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber vereinbarten Sozialplan oder eine Abmachung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gestützt werden. Somit sollte nach einer Entlassung immer genau überlegt werden, was zu tun ist. Es gilt die Kündigung zu studieren und sich zu informieren, ob es Tarifverträge gibt und wie genau diese aussehen. Schließlich kann eine Abfindung sehr hoch sein und diesen Betrag möchte sicherlich keiner missen. Für Arbeitgeber sind Abfindungen natürlich eine teilweise negative Sache, die eine Kündigung in vielen Fällen ausschließt oder hinauszögert. Trotzdem kann nicht jede Kündigung vermieden werden und so fließt auch ab und an eine Abfindung.